Überdosierung und Drogentod können alle Menschen (be-)treffen!

Unter diesem Motto steht der diesjährige Gedenktag. Denn Drogenkonsum und der Tod, sei es durch Überdosierung oder Langzeitfolgen, findet in der Mitte der Gesellschaft statt. Dennoch steht das Hilfesystem auf (finanziell und personell) wackeligen Beinen, und angesichts der steigenden Zahl der Menschen, die Crack oder neue, synthetische Substanzen konsumieren, sollte es von den politisch Verantwortlichen schnellstens stabilisiert und ausgebaut werden.

Die Fachverbände akzept e.V., Deutsche Aidshilfe, Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin, Fachverband Drogen- & Suchthilfe und JES Bundesverband haben anlässlich der weiterhin hohen Zahl der drogenbedingten Todesfälle einen Maßnahmenplan erstellt, um Leben zu retten:

1. Kommunale Frühwarnsysteme installieren, um Trends und Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gezielt zu reagieren.

2. Druckchecking erlauben und ausweiten, damit Konsumierende wissen, mit welchem Reinheitsgrad und Inhaltsstoffen sie es zu tun haben.

3. Drogenkonsumräume sind eine sichere Konsumumgebung und sollten in allen Bundesländern auch abseits der Großstädte zu finden sein.

4. Naloxon flächendeckend verfügbar machen und Schulungen zum Umgang mit diesem Notfallmedikament ausbauen.

5. Opioidsubstitutionstherapie ausweiten, denn die Behandlung mit dem Originalstoff ermöglicht den Ausstieg aus der Kriminalität.

Weitere Informationen:

https://www.aidshilfe.de/de/aktuelles/deutsche-aidshilfe-zu-drogentodesfaellen-endlich-alle-wirksamen-massnahmen-einsetzen

https://www.gedenktag21juli.de/

 

 

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