Das Bundeskriminalamt hat im vergangenen Jahr 2227 drogenbedingte Todesfälle registriert.
Erneut ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr, diesmal um 12%.
In der Pressemitteilung schätzt der Beauftragte der Bundesregierung für Sucht- und Drogenfragen Burkhard Blienert die Lage als „sehr ernst“ ein. Sein Lösungsvorschlag: „Deswegen müssen wir jetzt die Präventions-, Beratungs- und Hilfesysteme fit machen“.
Wie wäre es denn, wenn die qualifizierten und etablierten Hilfesysteme, die bereits engagiert an der Seite der Drogenkonsumierenden stehen und diese unterstützen, endlich bedarfsgerecht finanziert werden würden?!
Suchthilfe kann nicht gelingen, wenn ein Großteil, laut einer deutschlandweiten Befragung der DHS sogar Dreiviertel, der öffentlich finanzierten Suchtberatungsstellen ihre Kosten in diesem Jahr nicht decken können!
Die bereits deutlich sichtbaren Konsequenzen, nämlich eingeschränkte, zum Teil sogar komplett eingestellte Beratungsangebote, sind nicht nur für Suchtmittelkonsumierende und ihre Angehörigen, sondern auch für die Mitarbeitenden in den Hilfeeinrichtungen unerträglich.

Hier geht es zu weiteren Informtionen und der Meldung der Deutschen Aidshilfe: https://www.aidshilfe.de/meldung/drogentodesfaelle-2023-handeln-statt-mitleid

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